Konferenz der Society for Neuro-Oncology: Stefaan Van Gool stellt IOZK Immuntherapie bei DIPG Ponsgliom vor

Stefaan Van Gool stellte auf der der Konferenz der Society for Neuro-Oncology in San Francisco, kurz SNO genannt, die multimodale Immuntherapie bei DIPG (Ponsgliom) vor, ein Hirntumor, der vor allem bei Kindern auftritt. SNO ist eine multidisziplinäre Organisation, die den Fokus auf Fortschritte in der Neuro-Onkologie durch Forschung und Lehre setzt.

Kombination war in diesem Jahr das Schlüsselwort der hochkarätigen Veranstaltung, ob z.B. mit gezielten Therapien oder zwischen Strahlentherapie und Chemotherapie. Auch in der Immuntherapie werden die unterschiedlichen Kombinationsmöglichkeiten als immer bedeutsamer bewertet: onkolytische Viren können mit Dendritischen Zell-Vakzinen verbunden werden oder mit Checkpoint-Inhibitoren – oder alle drei zusammen. Das IOZK ist bereits auf diesen Ansatz spezialisiert, der im Rahmen von individuellen Heilversuchen realisiert wird.

Nobelpreis für Medizin 2018

Der Nobelpreis für Medizin 2018 an die Immunforscher Allison und Honjo ist ein weiterer Meilenstein der modernen Krebstherapie, die die Selbstheilungskräfte des Körpers in den Fokus stellt. Schon 2011 wurden drei Immunologen für ihre Arbeit ausgezeichnet, die das Verständnis des Immunsystems revolutioniert haben und neue Wege zur Bekämpfung von Krebs eröffneten: Steinman beschrieb die Funktionsweise der dendritischen Zellen, Hoffmann und Beutler entdeckten und beschrieben, dass die erfolgreiche Immunabwehr Gefahrensignale benötigt. Auf diesen Erkenntnissen basiert die Impfstoff-Herstellung und die Immuntherapie des IOZK.

Gleichzeitig kann das IOZK seit zwei Jahren die Medikamente nutzen, zu deren Grundlagenforschung der aktuelle Medizin-Nobelpreis verliehen wurde – sie dienen dem Schutz von tumorspezifischen Immunzellen, die Tumorzellen angreifen können. Die sogenannten Check-Point-Inibitoren verbessern die Effekte unserer Therapie am IOZK, gleichzeitig schaffen wir die Voraussetzungen zum wirksamen Einsatz dieser Medikamente. Denn die Check-Point-Inhibitor-Antikörpertherapien helfen bisher nur bei einem kleinen Teil der Patienten, und zwar nur bei jenen, die bereits eine Immunreaktion gegen die Tumorzellen entwickelt haben. In bestimmten Fällen können wir die Check-Point-Inhibitor-Antikörper nutzen, damit das tumorspezifisch aktivierte Immunsystem die Tumorzellen erfolgreich vernichten kann.

IOZK Arbeitsgruppe berichtet über die Effekte der multimodalen Immuntherapie bei einem Ponsgliom mit Hilfe der Analysemethode Flüssigbiopsie.

An der George Washington Universität in Washington D.C. fanden am 11. April die GW Research-Days statt. Dort berichtete die Arbeitsgruppe von Roger J. Packer und Javad Nazarian (Children’s National Health System, Washington / George Washington University / IOZK) über die Effekte der multimodalen Immuntherapie bei einem Ponsgliom mit Hilfe der Analysemethode Flüssigbiopsie.

Ponsgliome sind inoperable Tumore, die im unteren Teil des Hirnstamms auftreten, vor allem Kinder sind betroffen. Bisher wird die Verlaufsdiagnostik bei Hirntumoren durch bildgebende Verfahren (MRT) durchgeführt. Auf der neuen Plattform der „Liquid Biopsy“ möchte man nun genauere Untersuchungsergebnisse gewinnen, die nicht durch das Phänomen der Pseudoprogression fehlgedeutet werden können. Die Experten berichten über einen starken Abfall der molekularen Tumorantigene (Allelfrequenz der H3F3A-Mutation) unter dem Therapieprinzip, das am IOZK angewandt wird. Sie haben die Hoffnung, mit dieser Untersuchungsmethode noch genauere Hinweise auf den Krankheitsverlauf zu erhalten und wie die Therapie anspricht.

Weiterlesen