Buch Veröffentlichung von Prof. Dr. Schirrmacher: Quo vadis cancer therapy

Quo vadis cancer therapy lautet der Titel des neuen Buchs von Prof. Dr. Schirrmacher, ein umfangreicher Leitfaden zum Thema Krebs. Darin werden Behandlungsmodalitäten erklärt und wie diese entstanden – vor allem in Hinsicht auf die Entwicklung Biologischer Therapien in den letzten Jahrzehnten. Es beleuchtet Meilensteine aus der Molekularbiologie, der Krebs-Biologie, der Immunologie, der Virologie und der Physiologie. Ein weiterer wichtiger Part ist der Vergleich der Immuntherapien mit allen anderen Krebs-Therapieformen.

Das Buch ist ein Appell an das Gesundheitssystem, Standard-Therapieformen durch neuartige Therapieformen zu ergänzen und zu modernisieren. Krebstherapien sollten mehr Komponenten aus der Immuntherapie aufnehmen, die Nebeneffekte reduzieren und die Langzeit-Effizienz der Behandlung verbessern. Erschienen ist das Buch bei Lambert Academic Publishing, in englischer Sprache.

Nobelpreis für Medizin 2018

Der Nobelpreis für Medizin 2018 an die Immunforscher Allison und Honjo ist ein weiterer Meilenstein der modernen Krebstherapie, die die Selbstheilungskräfte des Körpers in den Fokus stellt. Schon 2011 wurden drei Immunologen für ihre Arbeit ausgezeichnet, die das Verständnis des Immunsystems revolutioniert haben und neue Wege zur Bekämpfung von Krebs eröffneten: Steinman beschrieb die Funktionsweise der dendritischen Zellen, Hoffmann und Beutler entdeckten und beschrieben, dass die erfolgreiche Immunabwehr Gefahrensignale benötigt. Auf diesen Erkenntnissen basiert die Impfstoff-Herstellung und die Immuntherapie des IOZK.

Gleichzeitig kann das IOZK seit zwei Jahren die Medikamente nutzen, zu deren Grundlagenforschung der aktuelle Medizin-Nobelpreis verliehen wurde – sie dienen dem Schutz von tumorspezifischen Immunzellen, die Tumorzellen angreifen können. Die sogenannten Check-Point-Inibitoren verbessern die Effekte unserer Therapie am IOZK, gleichzeitig schaffen wir die Voraussetzungen zum wirksamen Einsatz dieser Medikamente. Denn die Check-Point-Inhibitor-Antikörpertherapien helfen bisher nur bei einem kleinen Teil der Patienten, und zwar nur bei jenen, die bereits eine Immunreaktion gegen die Tumorzellen entwickelt haben. In bestimmten Fällen können wir die Check-Point-Inhibitor-Antikörper nutzen, damit das tumorspezifisch aktivierte Immunsystem die Tumorzellen erfolgreich vernichten kann.

Artikel der IOZK Arbeitsgruppe im Fachorgan: „Austin Oncology Case Report“

Die IOZK-Arbeitsgruppe publizierte einen wissenschaftlichen Artikel im Fachorgan „Austin Oncology Case Report“. In dieser Arbeit wurden retrospektiv Patienten mit Glioblastom im Rahmen individueller Heilversuche untersucht – unter der tumorspezifischen Immunmodulation mittels modulierter Elektro-Hyperthermie in Kombination mit onkolytischer Virotherapie – zusätzlich zur Chemotherapie mit Temodal. Die adjuvante Therapie gibt Hinweise auf einen besseren Therapieeffekt, wenn neben der Chemotherapie auch noch eine immunologische Therapie durchgeführt wird, die den immunogenen Zelltod der Tumorzellen induziert. Die Biomarker, die Hinweise darauf geben, wurden hier nachgewiesen.

Die Daten legen nahe, dass die Kombination von Hyperthermie und Virotherapie während der Therapie mit Temodal offensichtlich Vorteile bringt, was die Verbesserung des Gesamtüberlebens betrifft. Während die Behandlung mit Chemotherapie nur eine Wirksamkeit bei den sich teilenden Tumorzellen zeigt, wird mit dieser zusätzlichen Methode der immunogene Zelltod unabhängig von der Teilung erzeugt.